Der Klimawandel
einfach erklärt

Was passiert da gerade mit unserem Planeten? Auf dieser Seite findest du es selbst heraus – mit echten Messdaten der NASA, einem Treibhaus-Simulator und einem Quiz. Alles wissenschaftlich geprüft. Versprochen.

🌡️

1 · Was ist der Klimawandel?

Wetter oder Klima? Und woher wissen wir überhaupt, dass es wärmer wird?

🔬

2 · Wie funktioniert das?

Der Treibhauseffekt – probiere im Simulator aus, was CO₂ mit der Erde macht.

🌊

3 · Was sind die Folgen?

Vom steigenden Meer bis zum Extremwetter – und warum jedes Zehntelgrad zählt.

1
Kapitel 1

Was ist der Klimawandel?

🤔Wetter ist nicht Klima!

„Heute schneit es – von wegen Erderwärmung!“ Diesen Satz hast du vielleicht schon mal gehört. Aber er verwechselt zwei verschiedene Dinge:

Wetter ist das, was jetzt gerade draußen passiert: Sonne, Regen, Wind, Gewitter. Es ändert sich von Tag zu Tag – manchmal von Stunde zu Stunde.

Klima ist das Durchschnittswetter eines Ortes über eine lange Zeit. Fachleute rechnen dafür mindestens 30 Jahre zusammen.DWD Ein Merkspruch: „Klima ist das, was man erwartet – Wetter ist das, was man bekommt.“

Klimawandel bedeutet: Das Durchschnittswetter der ganzen Erde verändert sich – und zwar zurzeit vor allem in eine Richtung: Es wird wärmer.

🎮Mini-Spiel: Wetter oder Klima?

Lies die Aussage und entscheide: Geht es hier um Wetter oder um Klima?

Bereit?

📈Die Erde hat Fieber: echte NASA-Messdaten

Diese Kurve zeigt für jedes Jahr seit 1880, wie warm die Erde im Durchschnitt war – gemessen von tausenden Wetterstationen, Schiffen, Bojen und Satelliten. Fahre mit der Maus über die Kurve und finde dein Geburtsjahr!

Daten: NASA GISTEMP v4 (1880–2025), weltweites Jahresmittel über Land und Ozean.NASA

Das Ergebnis: Die Erde ist heute im Durchschnitt etwa 1,3 °C wärmer als vor der Industrialisierung. Das Jahr 2024 war das wärmste seit Beginn der Messungen – zum ersten Mal lag ein ganzes Jahr mehr als 1,5 °C über dem alten Niveau.Copernicus

🔬 Forscher-Wissen: Warum „Abweichung“ statt Temperatur?

Die Kurve zeigt keine absoluten Temperaturen, sondern Anomalien: die Abweichung vom Durchschnitt der Jahre 1951–1980. Das hat einen Grund: Ob es an einem Ort 8 °C oder 25 °C warm ist, ist normal verschieden – aber ob es überall gleichzeitig wärmer als früher ist, sieht man an der Abweichung viel genauer.

Die kleinen Zacken in der Kurve sind übrigens normal: Naturphänomene wie El Niño (ein Wärmemuster im Pazifik) machen einzelne Jahre wärmer oder kühler. Entscheidend ist der langfristige Trend – und der zeigt klar nach oben.

🌡️Die Klimastreifen

Dieselben Daten, anders gezeigt: Jeder Streifen ist ein Jahr (links 1880, rechts 2025). Blau = kühler als der Durchschnitt, Rot = wärmer. Diese berühmte Grafik hat der Klimaforscher Ed Hawkins erfunden. Fahre mit der Maus darüber!

 

🎬 Dieselben Daten als Film: die Klimaspirale

Die NASA hat aus den Monatswerten eine Spirale gemacht – jeder Umlauf ist ein Jahr, nach außen wird es wärmer. Schau, was ab den 1980ern passiert:

NASA-Klimaspirale (1880 bis heute, auf Englisch beschriftet – „°C über dem Mittel 1951–1980“). Video: NASA Scientific Visualization Studio, Public Domain – liegt lokal auf dieser Seite, kein Tracking.

🕵️Woher wissen wir das so genau?

Forschende verlassen sich nie auf eine einzige Quelle. Sie kombinieren viele unabhängige Messungen – und alle zeigen dasselbe Bild:

📡 Wetterstationen & Satelliten messen die Temperatur heute rund um die Uhr, überall auf der Welt.

🧊 Eisbohrkerne aus Grönland und der Antarktis enthalten winzige Luftbläschen – eingefrorene Luft von vor hunderttausenden Jahren! Daraus kann man ablesen, wie viel CO₂ die Luft früher enthielt.

🌳 Baumringe, Korallen und Seeablagerungen verraten, wie warm es war, lange bevor es Thermometer gab.

Ein Forscher in dicker Polarkleidung untersucht einen länglichen Eisbohrkern in einem Eislabor
Gefrorenes Klima-Archiv: Ein Forscher untersucht einen frisch gebohrten Eisbohrkern aus der Antarktis. In solchen Eisstangen stecken Luftbläschen aus längst vergangenen Jahrtausenden. Foto: Dargaud, Talos Dome (Antarktis) · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Den Stand der Forschung fasst der Weltklimarat IPCC zusammen: Hunderte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt prüfen dafür tausende Studien.

Ihr Ergebnis ist eindeutig: Es ist „unzweifelhaft“ (so steht es wörtlich im Bericht), dass der Mensch die Atmosphäre, die Ozeane und das Land erwärmt hat.IPCC

🧭 Gab es früher auch Klimawandel? Ja – Eiszeiten kamen und gingen. Aber: Nach der letzten Eiszeit stieg die Temperatur um ~5 °C in etwa 10.000 Jahren. Heute schaffen wir über 1 °C in nur 100 Jahren. Das Tempo macht den Unterschied!
🔬 Forscher-Wissen: Der Fingerabdruck des Menschen

Woher weiß man, dass das zusätzliche CO₂ von uns kommt? Kohlenstoff gibt es in leicht unterschiedlichen Varianten (Isotope genannt). CO₂ aus fossile Brennstoffen hat eine andere Isotopen-Mischung als CO₂ aus der Natur – und genau diese Mischung verändert sich in der Luft messbar. Außerdem nimmt der Sauerstoffgehalt der Luft winzig ab – genau so, wie man es beim Verbrennen erwartet. Das ist wie ein Fingerabdruck am Tatort.

🎬 Video: 7 Fakten zum menschengemachten Klimawandel

Vorschaubild des Terra-X-Videos Klick lädt das Video von YouTube (ZDF Terra X) – erst dann werden Daten an YouTube übertragen.

Terra X (ZDF): Die sieben wichtigsten Belege kompakt zusammengefasst – gut als Wiederholung dieses Kapitels.

2
Kapitel 2

Wie funktioniert der Klimawandel?

🛏️Der Treibhauseffekt – die Bettdecke der Erde

Die Erde bekommt ihre Wärme von der Sonne. Das Sonnenlicht saust durch die Atmosphäre, trifft auf den Boden und wärmt ihn auf. Die warme Erde strahlt diese Wärme dann zurück Richtung Weltall – als unsichtbare Wärmestrahlung.

Und jetzt kommt der Trick: Treibhausgase wie CO₂ lassen das Sonnenlicht zwar hinein, halten aber einen Teil der Wärmestrahlung auf dem Weg hinaus fest – wie eine Bettdecke, die deine Körperwärme bei dir behält.

Dieser natürliche Treibhauseffekt ist ein Glücksfall: Ohne ihn wäre es auf der Erde im Durchschnitt eisige −18 °C statt gemütlicher +15 °C.DWD Das Problem ist also nicht die Bettdecke selbst – sondern dass wir sie immer dicker machen.

🎛️Simulator: Mach die Bettdecke dicker!

Gelbe Punkte = Sonnenlicht. Rote Punkte = Wärmestrahlung der Erde. Schiebe den Regler und beobachte die Zähler: Wärme entkommt immer ins All – aber je mehr CO₂, desto öfter wird sie vorher zurückgeschickt, und desto wärmer wird es unten:

280 ppm
CO₂-Gehalt der Luft
+15,0 °C
Durchschnittstemperatur (langfristig)
Chance, dass die Schicht ein Wärmeteilchen zurückschickt
0 / 0
ins All entkommen / zurückgeschickt
280 ppm
(um 1750)
420 ppm
(≈ heute: 425+)
560 ppm
(verdoppelt)

Wichtig: Auch mit viel CO₂ entkommt weiter Wärme ins All – nur wird ein größerer Teil erst einmal zurückgeschickt. Die Erde erwärmt sich dann so lange, bis wieder genauso viel Energie hinausgeht, wie von der Sonne hereinkommt – nur eben bei einer höheren Temperatur.

Vereinfachtes Modell: In echt ist CO₂ überall in der Luft verteilt (nicht in einer Schicht), und der zurückgeschickte Anteil ändert sich nur um wenige Prozent – hier ist er übertrieben, damit man ihn sieht. Die Temperatur folgt der besten IPCC-Schätzung: ca. +3 °C pro CO₂-Verdopplung (langfristiges Gleichgewicht).IPCC

🔬 Forscher-Wissen: ppm und die Klimasensitivität

ppm heißt „parts per million“ – Teilchen pro Million. 420 ppm bedeutet: Von einer Million Luftteilchen sind 420 CO₂. Klingt wenig? Auch winzige Mengen wirken stark – ein paar Tropfen Tinte färben ein ganzes Glas Wasser.

Die Klimasensitivität sagt, wie stark die Erde auf eine Verdopplung des CO₂ reagiert: nach bester Schätzung des IPCC etwa +3 °C. Im Simulator steckt genau diese Formel: ΔT = 3 °C × log₂(CO₂ ÷ 280). Probiere aus: Bei 560 ppm (eine Verdopplung) zeigt der Simulator +3 °C.

Wichtig: Das ist die langfristige Erwärmung. Die trägen Ozeane brauchen Jahrzehnte, um „nachzuziehen“, und Abgas-Partikel (Aerosole) kühlen zurzeit noch etwas dagegen – deshalb ist es heute bei über 420 ppm erst ~1,3 °C wärmer und nicht schon 1,8 °C.

🧪Profi-Labor: Simulationen der Universität Colorado

Forschende der University of Colorado bauen preisgekrönte Physik-Simulationen („PhET“) – zwei davon passen perfekt hierher. Klick zum Starten (auf Deutsch):

Vorschau der PhET-Simulation Treibhauseffekt Klick lädt die Simulation von phet.colorado.edu.

Der Treibhauseffekt: Wie unser Simulator oben – aber mit Wolken, Photonen-Ansicht und echten Zeitreisen (1750, 1950, heute). Vergleiche die Temperaturen!

Vorschau der PhET-Simulation Moleküle und Licht Klick lädt die Simulation von phet.colorado.edu.

Moleküle und Licht Profi: Beschieße einzelne Moleküle mit Infrarot-Licht und finde heraus, warum CO₂ und Methan Wärme schlucken – Sauerstoff und Stickstoff aber nicht.

💨Die wichtigsten Treibhausgase

💨 Kohlenstoffdioxid (CO₂) – der Hauptantreiber. Es entsteht beim Verbrennen von fossile Brennstoffen: Kohle, Erdöl und Erdgas. Einmal in der Luft, bleibt ein Teil davon Jahrhunderte dort. Seit 1750 ist der CO₂-Gehalt von 280 auf über 420 ppm gestiegen – so hoch wie seit mindestens 800.000 Jahren nicht.NOAA

🐄 Methan (CH₄) – entsteht in Kuhmägen, auf Reisfeldern, Mülldeponien und bei Gas-Lecks. Pro Kilogramm über 100 Jahre etwa 28-mal stärker als CO₂, baut sich aber schneller ab.IPCC

🌫️ Lachgas (N₂O) – kommt vor allem aus überdüngten Böden in der Landwirtschaft.

💧 Wasserdampf – das häufigste Treibhausgas, aber ein Mitläufer: Wir pusten ihn nicht direkt in die Luft; seine Menge folgt der Temperatur. Wärmere Luft hält mehr Wasserdampf – und verstärkt so die Erwärmung. Eine Rückkopplung!

🌋 Und Vulkane? Menschen setzen pro Jahr etwa 60-mal so viel CO₂ frei wie alle Vulkane der Erde zusammen. Große Ausbrüche kühlen das Klima sogar kurz ab, weil ihre Aschewolken Sonnenlicht blocken.USGS

🎬 Video: CO₂ – Lebenselixier und Klimakiller

Vorschaubild des Terra-X-plus-Videos über CO₂ Klick lädt das Video von YouTube (ZDF Terra X plus Schule) – erst dann werden Daten an YouTube übertragen.

Terra X plus Schule (ZDF): Warum CO₂ beides ist – lebenswichtig für Pflanzen und trotzdem unser größtes Klimaproblem.

🏭Woher kommen die Treibhausgase in Deutschland?

Braunkohlekraftwerk mit mehreren Kühltürmen und Schornsteinen, aus denen weiße Wolken aufsteigen
Das Braunkohlekraftwerk Niederaußem bei Köln – eine der größten CO₂-Quellen Europas. Übrigens: Die dicken weißen Wolken aus den Kühltürmen sind fast nur Wasserdampf. Das CO₂ ist unsichtbar – genau das macht es so leicht zu vergessen. Foto: Vogone/Alchemist-hp · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Klicke auf die Balken, um mehr über jeden Bereich zu erfahren:

Tipp:

Klicke einen Balken an!

Anteile an den deutschen Treibhausgas-Emissionen 2023 (insgesamt ca. 674 Mio. Tonnen CO₂-Äquivalente).UBA

🔬 Forscher-Wissen: Wie viel ist das pro Person?

In Deutschland sind es zurzeit rund 8 Tonnen CO₂-Äquivalente pro Person und Jahr – als Gas wäre das ein Würfel von etwa 16 Metern Kantenlänge, höher als ein vierstöckiges Haus! Klimaverträglich wäre auf Dauer weniger als 1 Tonne. Der weltweite Durchschnitt liegt bei etwa 6,5 Tonnen, in den USA bei ~17, in vielen Ländern Afrikas unter 1 Tonne (beim CO₂). Wer viel ausstößt, trägt also mehr Verantwortung.

🛁Simulation: Die CO₂-Badewanne

Die Atmosphäre ist wie eine Badewanne: Aus dem Hahn fließen unsere Emissionen, durch den Abfluss holen Ozeane und Wälder CO₂ wieder heraus – zurzeit etwa 20 Gigatonnen pro Jahr, ungefähr die Hälfte dessen, was wir ausstoßen. Der Wasserstand ist der CO₂-Gehalt der Luft.

Starte die Zeit und dreh dann am Hahn: Reicht es, die Emissionen ein bisschen zu senken – oder muss mehr passieren, damit der Pegel aufhört zu steigen?

0 Gt
(nichts)
20 Gt
(halbiert)
40 Gt
(heute)
40 Gt
Emissionen pro Jahr
425 ppm
CO₂-Pegel
+1,8 °C
Erwärmung (langfristig)
2026
Jahr

Die Aha-Erkenntnis: „Weniger ausstoßen“ heißt noch nicht „weniger CO₂ in der Luft“. Solange mehr hineinfließt als hinaus, steigt der Pegel weiter – nur langsamer. Erst wenn die Emissionen unter die Senken-Leistung fallen, sinkt er.

🔬 Forscher-Wissen: Was ist hier vereinfacht?

Im Modell schlucken die Senken konstant 20 Gt pro Jahr. In Wirklichkeit nehmen Ozeane und Pflanzen ungefähr die Hälfte unserer jeweiligen Emissionen auf – und diese Leistung hängt von der CO₂-Menge ab, die sich schon angesammelt hat. Forschende warnen außerdem, dass die Senken bei weiterer Erwärmung schwächer werden könnten (wärmeres Wasser löst weniger CO₂, gestresste Wälder wachsen schlechter). Die Kernaussage bleibt: Der Pegel folgt der Differenz aus Zufluss und Abfluss – nicht dem Zufluss allein. Übrigens versauert das aufgenommene CO₂ die Ozeane – auch der „Abfluss“ hat also seinen Preis.

3
Kapitel 3

Was sind die Folgen?

🗺️Folgen-Explorer

1,3 °C klingen harmlos – aber das Klimasystem reagiert empfindlich. Schon heute sehen wir Folgen, überall auf der Welt. Klicke auf die Karten:

🧊Simulation: Warum schmelzendes Eis das Schmelzen beschleunigt

Helles Eis wirft Sonnenlicht zurück wie ein Spiegel. Dunkles Wasser schluckt es und wird warm. Wenn Eis schmilzt, gibt es mehr dunkles Wasser → es wird noch wärmer → noch mehr Eis schmilzt. Das ist die Rückkopplung, von der oben die Rede war. Probiere es aus:

+0,0 °C
Erwärmung durch Treibhausgase
+0,0 °C
Extra-Erwärmung durch dunkles Wasser
100 %
Eisfläche übrig

Vereinfachtes Modell (Eis-Albedo-Rückkopplung). Der Effekt ist real: Die Arktis hat sich fast viermal so schnell erwärmt wie der Rest der Welt.NSIDC

📸So sieht der Klimawandel aus – echte Fotos

Keine Zeichnungen, keine Computermodelle – hier siehst du, was Kameras festgehalten haben:

1941Historisches Foto von 1941: Der Muir-Gletscher füllt als riesige Eiswand die ganze Bucht
2004Foto von 2004 vom gleichen Fjord: offenes Wasser und grüne Pflanzen, der Gletscher ist weit zurückgewichen
Derselbe Fjord in Alaska, 63 Jahre später: 1941 füllte der Muir-Gletscher die Bucht mit einer riesigen Eiswand (Foto: William O. Field). 2004 ist das Eis von hier aus nicht mal mehr zu sehen – der Gletscher hat sich viele Kilometer zurückgezogen, wo Eis war, wachsen heute Büsche. Fotos: W. O. Field/NASA SVS & National Park Service Alaska · Commons (1941) · Commons (2004) · Public Domain
Eine große Hirnkoralle, die komplett weiß ausgebleicht ist
Ausgebleichte Hirnkoralle vor Florida während der Meeres-Hitzewelle 2023. Wird das Wasser zu warm, stoßen Korallen ihre bunten Mitbewohner-Algen ab und hungern. Foto: NOAA · Wikimedia Commons · Public Domain
Zerstörtes Flussufer in Altenahr: Schutt, kahle Flächen und beschädigte Häuser, im Hintergrund eine Burgruine
Altenahr im Ahrtal, Monate nach der Flut vom Juli 2021. Forschende zeigten: Der Klimawandel hat solchen Starkregen wahrscheinlicher und heftiger gemacht. Foto: Optimi4 · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

🔮Drei Zukünfte – wir haben die Wahl

Wie warm es im Jahr 2100 wird, hängt davon ab, was die Menschheit jetzt tut. Der Weltklimarat hat dafür Szenarien durchgerechnet. Wähle eines aus:

Beste Schätzungen des IPCC (6. Sachstandsbericht) für 2081–2100 im Vergleich zu 1850–1900; Meeresspiegel: mittlere Schätzung für 2100 gegenüber 1995–2014.IPCC

💪Die gute Nachricht: Wir können das!

Klingt alles düster? Dann kommt jetzt das Wichtigste: Die Zukunft ist nicht festgelegt. Wir wissen genau, was zu tun ist – und vieles passiert schon: Sonnen- und Windstrom sind heute die günstigste Energie der Geschichte, und Deutschland hat seinen Ausstoß seit 1990 fast halbiert.UBA

☀️

Saubere Energie

Strom aus Sonne, Wind und Wasser statt aus Kohle und Gas – der größte Hebel überhaupt.

🚲

Schlau unterwegs

Rad, Bus und Bahn statt Auto; Zug statt Kurzstreckenflug. Spart richtig viel CO₂.

🥦

Bewusst essen

Weniger Fleisch, mehr regionales Gemüse, weniger wegwerfen – gut fürs Klima und die Gesundheit.

🗣️

Mitreden!

Der größte Einfluss: andere überzeugen, mitmachen, nachfragen. Klimaschutz ist Teamarbeit – auch in der Schule.

Windrad und Reihen von Solarmodulen auf einer grünen Wiese, davor grasen Schafe
So sieht die Lösung aus: Windrad und Solarmodule in Schülp (Schleswig-Holstein) – und die Schafe mähen den Rasen. Über die Hälfte des deutschen Stroms kommt inzwischen aus erneuerbaren Quellen. Foto: Southgeist · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

🎬 Video: Können wir den Klimawandel noch stoppen?

Vorschaubild des Kurzgesagt-Videos Klick lädt das Video von YouTube (Dinge Erklärt – Kurzgesagt) – erst dann werden Daten an YouTube übertragen.

Dinge Erklärt – Kurzgesagt: Der Kanal, an dessen Stil sich diese Seite anlehnt, beantwortet die große Frage – ehrlich und am Ende ziemlich hoffnungsvoll.

🎯 Jedes Zehntelgrad zählt. Es geht nicht um „geschafft oder verloren“ – jede eingesparte Tonne CO₂ macht die Zukunft ein Stückchen besser. Und ihr seid die Generation, die die Lösungen baut.

🏆Das große Klima-Quiz

Zeig, was du gelernt hast! Wähle deine Stufe:

📚Quellen – woher die Fakten auf dieser Seite stammen

Alle Zahlen und Aussagen auf dieser Seite beruhen auf wissenschaftlichen Quellen. Stand der Daten: Juni 2026.

  1. IPCC – Weltklimarat, 6. Sachstandsbericht (AR6, 2021–2023). Erwärmung, Klimasensitivität, Szenarien, Meeresspiegel, Folgen. ipcc.ch · deutsche Zusammenfassungen: de-ipcc.de
  2. NASA GISS – GISTEMP v4 Temperaturreihe (1880–2025). Datengrundlage für Temperaturkurve und Klimastreifen. data.giss.nasa.gov/gistemp
  3. NOAA Global Monitoring Laboratory – CO₂-Messung Mauna Loa („Keeling-Kurve“). CO₂-Konzentration ~420+ ppm. gml.noaa.gov/ccgg/trends
  4. Copernicus Climate Change Service (C3S) – Europäischer Klimadienst. 2024 als wärmstes Jahr, erstmals über 1,5 °C. climate.copernicus.eu
  5. Deutscher Wetterdienst (DWD)Definition Klima/30-Jahre-Perioden, natürlicher Treibhauseffekt. dwd.de
  6. Umweltbundesamt (UBA) – Treibhausgas-Emissionen Deutschland 2023. Sektoren-Anteile, Pro-Kopf-Ausstoß, Minderung seit 1990. umweltbundesamt.de
  7. NSIDC / NASA – National Snow and Ice Data Center. Rückgang des arktischen Sommer-Meereises (~12 % pro Jahrzehnt). climate.nasa.gov
  8. USGS – Geologischer Dienst der USA. Vergleich Vulkan- vs. menschliche CO₂-Emissionen. usgs.gov
  9. World Weather AttributionStudie zur Flut im Ahrtal 2021. worldweatherattribution.org
  10. Klimastreifen – Idee: Prof. Ed Hawkins, University of Reading. showyourstripes.info

🖼️Bild- und Medien-Nachweise

Eingebettete Medien: Klimaspirale – Video: NASA Scientific Visualization Studio (svs.gsfc.nasa.gov/5190, Public Domain, lokal gehostet) · PhET-Simulationen „Treibhauseffekt“ und „Moleküle und Licht“ – PhET Interactive Simulations, University of Colorado Boulder (phet.colorado.edu, Lizenz CC BY 4.0) · Videos von ZDF Terra X / Terra X plus Schule und „Dinge Erklärt – Kurzgesagt“ werden erst nach Klick von YouTube (erweiterter Datenschutzmodus) geladen; die Vorschaubilder liegen lokal.

Alle Fotos stammen aus Wikimedia Commons und stehen unter freien Lizenzen:

  1. Eisbohrkern (Talos Dome, Antarktis) – Foto: Dargaud, Commons, Lizenz CC BY-SA 4.0
  2. Muir-Gletscher 1941 – Foto: William O. Field, aus NASA Scientific Visualization Studio, Commons, Public Domain
  3. Muir-Gletscher 2004 – Foto: National Park Service Alaska, Commons, Public Domain
  4. Kraftwerk Niederaußem – Foto: Vogone (Bearbeitung von Alchemist-hp), Commons, Lizenz CC BY-SA 3.0
  5. Korallenbleiche Florida 2023 – Foto: NOAA, Commons, Public Domain
  6. Altenahr nach der Flut – Foto: Optimi4, Commons, Lizenz CC BY-SA 4.0
  7. Wind & Solar in Schülp – Foto: Southgeist, Commons, Lizenz CC BY-SA 3.0
🔬 Forscher-Wissen: Woran erkennt man gute Quellen?

Gute Klimainformationen kommen von Forschungseinrichtungen (NASA, DWD, Max-Planck- und Helmholtz-Institute), Behörden (Umweltbundesamt) oder dem IPCC, der tausende geprüfte Studien zusammenfasst. Vorsicht bei Seiten ohne Quellenangaben, mit anonymen Autoren oder solchen, die „die eine geheime Wahrheit“ versprechen. Gute Wissenschaft zeigt immer, woher sie ihre Zahlen hat – so wie diese Liste hier. 😉